Bei der Kirche von Ablach steht auf einem gestuften Dreiecksockel eine hohe steinerne Stele, die der Dreiecksform folgt. Der gestufte obere Abschluss ist von einer kreuztragenden Weltkugel (Symbol für die Weltherrschaft) bekrönt. Das Halbrelief an der Hauptschaufront zeigt einen frontal zum Betrachter ausgerichteten, Wache stehenden Wehrmachtsoldaten, der sein vor sich auf dem Boden abgestelltes Gewehr mit beiden Händen am Gewehrlauf festhält. Der einreihig geknöpfte Mantel weist ihn als einfachen Frontsoldaten aus.

Darunter ist folgende Inschrift eingemeißelt:
„1914–1918
Geboren als Deutscher
Gelebt als Kämpfer
Gefallen als Held
Auferstanden als Volk
Die dankbare Gemeinde“
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die deutschen Streitkräfte auf 100.000 Mann begrenzt. Ihr offizieller Name während der Weimarer Republik war „Reichswehr“.
Am 21. Mai 1935 wurde der Begriff „Reichswehr“ offiziell durch das Wort „Wehrmacht“ ersetzt. Das Ablacher Gefallenendenkmal wurde wenige Monate nach der Einführung des Begriffs „Wehrmacht“ am 10. November 1935 eingeweiht. Inwieweit hier ein Kausalzusammenhang bestehen könnte, ist nicht geklärt. Die Inschrift und die kreuztragende Weltkugel stehen in direktem Bezug zur Propaganda der NS-Ideologie. (Dr. Folkhard Cremer)