Der Kampf um die Erinnerung ist ein Kampf um die Gegenwart.
Das Deutschland der Weimarer Republik war ein gespaltenes Land, Schauplatz eines kulturellen, politischen und sozialkritischen Dauerkonflikts, mit viel Gewalt und politischen Morden, die den Aufstieg der NSDAP begünstigt haben. Gerade in dieser Zeit wurden in jedem Dorf Gefallenendenkmäler errichtet. Die nationalpatriotische Sprache und die Ausdrucksformen der Trauer, die den Tod der Soldaten heroisieren und zugleich als sinnstiftendes Opfer darstellen, wirken heute fremd. Dennoch beschäftigen sich noch viele Menschen mit den Gefallenendenkmälern des Ersten Weltkriegs: Kunsthistoriker, Restauratorinnen, Fotografen, Lokalhistoriker, ehrenamtliche Denkmalschützer, Politiker, Wissenschaftlerinnen, Gärtner. Wer sind die Menschen, die sich für die Denkmäler interessieren? Wir werden ihre Geschichten und den Grund für ihr Engagement erzählen.

