An schwere Zeiten erinnert die Ehrentafel für die 20 Gefallenen des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918. Am Totensonntag 1929 wurde sie eingeweiht; jetzt sind ihre Namen vereinigt, die verschiedenen Orte und Daten ihres Todes sind beigefügt. Die Gestaltung orientiert sich an frühneuzeitlichen Totenschilden und Epitaphien. Rahmen, Kartusche und Schutzengel folgen deutlich barocken Vorbildern.

In seinem Pfarrbericht von 1918 schreibt Pfarrer Schick einleitend zu den bisherigen Wirkungen des Krieges auf das kirchliche Leben in Lauterburg:
„Seit Kriegsbeginn wurden aus der hiesigen Gemeinde 119 Glieder zum Heeresdienst eingezogen. In diesen sind bis heute im Ganzen 11 (7 aus Lauterburg und 4 aus Lautern) gefallen, vermisst 2, in Gefangenschaft 1, wegen schwerer Verwundung entlassen 3, vorübergehend auf längere Zeit beurlaubt 18, sodass z. Zt. 84 Gemeindeglieder im Heeresdienst sind. Von diesen stehen 75 vor dem Feind, die übrigen befinden sich z. Zt. in Lazaretten oder im Dienst der Heimat. Der Geistliche selbst hatte verschiedene Male Gestellungsbefehle erhalten, diese wurden jedoch immer wieder in letzter Stunde zurückgezogen, sodass er bis jetzt noch nicht eingezogen wurde.“
UNSER GLAUBE IST DER SIEG, DER DIE WELT ÜBERWUNDEN
HAT. 1. Joh. 5.4 :
Der Schluss der Überschrift über den Namen: „Statt Sieg ward beschieden viel Leid und Not, heraus uns helfe der gnädige Gott“ wird wieder aufgenommen durch das unter den Namen stehende Schriftwort: „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“ Die Roharbeiten der Tafel hatte Gemeindepfleger Schmid von Lauterburg übernommen. Die künstlerische Ausgestaltung der Tafel, die durch den Architekten Elsaesser entworfen und durch den Bildhauer und Kunstmaler Julius Frick in Stuttgart ausgeführt wurde, ist dem Stil der Kirche angepasst. (Aus der Festschrift 400 Jahre Evangelische Kirche Lauterburg 1607–2007)