Am 1. Juli 1934 wurde am Ehinger Groggensee ein mächtiger Löwe als Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs eingeweiht. Am Morgen fand in beiden Kirchen ein Festgottesdienst statt, dessen Besuch Bestandteil der Dienstordnung der NSKOV (Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung) ‑Ortsgruppe Ehingen war. Danach schloss sich die Weihe der Fahnen des Kyffhäuserbundes in der Festhalle an.

Und daneben auf dem Lindenplatz stellte sich danach auch der Festzug auf, der sich über den Marktplatz durch die heutige obere Hauptstraße zum Schmiechgraben bewegte. Die Marschfolge war folgendermaßen festgelegt: Hitlerjugend, SA-Ehrensturm, SA-Reserve, SS und Motor-SS, Fliegergruppe, Parteiorganisation, zivile Parteigenossen, Musikkapelle, Bürgerwache, Kriegerverein und Militärverein. Warum das Denkmal – anders als von manchen gefordert – nach Westen gerichtet ist, begründete der Bürgermeister durch die Worte unseres Führers Adolf Hitler, mit denen er in seinem Werke ‚Mein Kampf‘ u. a. etwa sagt: Wir müssen uns völlig darüber klarwerden:
Der unerbittliche Todfeind des deutschen Volkes ist und bleibt Frankreich.
Nach einem Bericht des Bürgermeisters vor dem Gemeinderat führte Frey anatomische Fehler am Löwen ins Feld. Nachdem Sieferle sich schließlich mit einer Abfindung zufriedengegeben hatte, schloss man mit Kunstbildhauer Frey einen Werkvertrag, demzufolge er das Kriegerdenkmal nach einem eingereichten zweiten Modell fertigstellen sollte. Bei der Einweihung des Denkmals wurde nicht Sieferle, sondern Eugen Frey als „Erbauer des Denkmals“ vorgestellt, und Frey wurde auch die Ehre zuteil, bei diesem Anlass eine Ansprache zu halten.