Das Feldartilleriedenkmal in Karlsruhe

Als Denkmaltypus wählte Hermann Billing die Form eines Obelisken. Deutlich hebt sich das hoch aufragende Monument aus grauem Granit vom Grün des Waldes ab. Zwei Stufen über dem umgebenden Terrain steht auf einer niedrigen Basis ein aus großen Bossenquadern gefügter rechteckiger Sockel, an dessen Vorderseite die Inschrifttafel eingelassen ist. Vier überlebensgroße Masken mit Gesichtszügen streng blickender Männer leiten zum Obelisken über, der aus sieben mächtigen Blöcken zusammengesetzt ist und von einem zackenförmigen Aufsatz bekrönt wird. 

Foto für das Publikationsprojekt „IN STEIN GEMEISSELT“ über die Gefallenendenkmäler des Ersten Weltkriegs in Baden‑Württemberg. Foto: Gustavo Alàbiso

„Erhaltung: Durch Einschüsse leicht beschädigt (1945)“

Durch die etwa 1970 erfolgte Verbreiterung der Linkenheimer Landstraße zu einer vierspurigen Ausfallstraße scheint das Denkmal nun wie beziehungslos an den Straßenrand gerückt. Dass man damals auch einen der Stahlmasten der Straßenbeleuchtung direkt in den umfriedeten Denkmalvorplatz stellte, dokumentiert, wie wenig Rücksicht auf künstlerisch gestaltete Lösungen genommen wurde. (Aus „Denkmäler, Brunnen und Freiplastiken in Karlsruhe 1715–1945“, Karlsruher Stadtarchiv, Band 7, bearbeitet von Gerhard Kabierske)

Ort:Karlsruhe Jahr:1925Künstler:Hermann BillingFotografie: Gustavo Alàbiso

Unterstützen Sie dieses Projekt!

Jetzt fördern