Im Ortsteil Peterstal befindet sich unterhalb der kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul eine Gedenkstätte. In eine Mauer aus Sandsteinquadern ist ein Relieffries eingefügt.
In der Mitte dargestellt: Frau und Mann in Tracht mit zwei Kindern. Links ausmarschierende Soldaten mit einem Hornisten, rechts zum Kampf schreitende Infanteristen mit einem Trommler. Neben dem Relief tragen zwei Tafeln die Namen und Daten der Kriegsopfer. (denkmalprojekt.org)

Die Familie und die Soldaten
Das Besondere an diesem Gefallendenkmal ist der symmetrische Aufbau, der sich rechts und links entwickelt, wobei immer die gleiche Geschichte erzählt wird: Soldaten ziehen in den Krieg. Die Familie in der Mitte darf sich sicher fühlen, weil die Soldaten gegen den Feind kämpfen, um sie zu beschützen. Das Denkmal befindet sich an den Gemäuern einer Kirche und deshalb musste die Darstellung mit der Kirchenleitung abgestimmt werden. Es könnte aber sein, von der Art der Komposition her folgend, dass dieses Denkmal in Zeiten des Nationalsozialismus entworfen und errichtet worden ist. Dann ist es nachvollziehbar: das Fehlen von christlichen Symbolen und die Betriebsamkeit der Soldaten.