Zwei Denkmäler und drei Kriege in Haßmersheim

An einer Straßenkreuzung befinden sich zwei Kriegerdenkmäler, das hintere für den Krieg von 1875 und vorn zum Andenken an die Gefallenen der ersten und dann wurde es mit der Erinnerung an den gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkriegs ergänzt.

Foto für das Publikationsprojekt „IN STEIN GEMEISSELT“ über die Gefallenendenkmäler des Ersten Weltkriegs in Baden‑Württemberg. Foto: Gustavo Alàbiso

Erst 1935 entstand das gemeinsame Gefallenendenkmal.

Ein Wunsch der „Heimgekehrten“, ein gemeinsames Ehrenmal für „alle“ Gefallenen der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde zu errichten – da sie im Krieg Schulter an Schulter gestanden und gefallen seien –, scheitert an der Tatsache, dass die katholische Gemeinde bereits eine Pietà (trauende Maria vor dem Leichnam Christi) in ihrer Kirche errichtet hatte. So entschloss sich die evangelische Gemeinde, im Eingangsbereich ihrer Kirche eine Gedenkplatte anzubringen. Die gedanklichen Vorstellungen der beiden Konfessionen lagen zu weit auseinander, um eine gemeinsame Gedenktafel für beide Gemeinden zu verwirklichen. (Auszüge aus dem Vortrag von Fritz Müßig anlässlich des Volkstrauertags 2010)

Ort:Haßmersheim, Neckar-Odenwald-KreisJahr:1935Künstler:August Mayerhuber
Fotografie:Gustavo Alàbiso

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