Eine Landstraße im Hegau. Sie verbindet Duchtlingen mit dem Hauptort Hilzingen. Weite Felder und inmitten eines der Felder eine fremdartige Baumgruppe. Die grüne Wildnis, die man eher in einem alten Park vermutet, verbirgt ein Denkmal. Auf einem mächtigen Kalksteinsockel kniet ein Jüngling mit großen Flügeln.
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Jahre nach dem Unglück, am 22. September 1918, ließen die Eltern dieses Denkmal feierlich einweihen. Aus der Gedächtnisschrift und der Ansprache von Pfarrer Keller, Duchtlingen, ist zu entnehmen, dass der junge Kunststudent Wilhelm Hübener bei Ausbruch des 1. Weltkrieges in München studierte, aber gleich »dem Ruf des Kaisers« folgte.
Der Traum vom Fliegen wurde in der europäischen Geschichte mit dem Mythos des fliegenden Ikarus verbunden. Als im Ersten Weltkrieg erstmals Militärflugzeuge eingesetzt wurden, identifizierten sich ihre Piloten mit der Figur aus der griechischen Mythologie.
Zuerst war Hübener in Frankreich eingesetzt, dann meldete er sich zur Fliegerabteilung. In Böblingen absolvierte er seine Ausbildung. Nun stand er kurz vor der Abschlussprüfung. Der verhängnisvolle Flug hatte den Heuberg zum Ziel. Man habe den Landarzt Dr. Lochmann aus Hilzingen geholt und den Duchtlinger Pfarrer Maier. Jener habe noch das Sterbesakrament gespendet. Dass Hübener Protestant war, habe man erst hinterher erfahren. (Auszüge aus „Ein fast vergessenes Fliegerdenkmal“ von Inge Freis)