Der Brunnen in Hemsbach

Das Denkmal für die Gefallenen steht vor dem Rathaus und wurde in ungewöhnlicher Weise als Brunnen gestaltet. Das achteckige Becken ruht auf liegenden Löwen, es trägt Eiserne Kreuze in Eichenlaubkränzen und die Inschriften der Hemsbacher Kriegstoten.

Foto für das Publikationsprojekt „IN STEIN GEMEISSELT“ über die Gefallenendenkmäler des Ersten Weltkriegs in Baden‑Württemberg. Foto: Gustavo Alàbiso

Geschaffen von den Granitwerken Hemsbach, Rüth und Reinmuth in Heppenheim, repräsentiert es zugleich die Möglichkeiten künstlerischer Gestaltung von Odenwaldgranit und die Fähigkeiten der Firma. Die Brunnenanlage hat wichtigen Zeugniswert für die lokale Gedenkkultur an zentralem Platz vor dem seit 1928 als Rathaus genutzten Neuen Schloss und erinnert an größere historische Ereignisse, welche auch auf die badische Landgemeinde im 20. Jahrhundert einschneidenden Einfluss hatten.

Entwurf: Geplant von Oberbaurat Dr. Schmieder in Anlehnung an den Springbrunnen des ehemaligen Schlossparks. Skulptur & Material: Modelliert vom Karlsruher Bildhauer Mayenhuber und gefertigt aus Odenwälder Granit von den ⁠Granitwerken Hemsbach, Rüth & Reinemuth. 

Die Denkmalpflege hebt den zentralen Standort und den Zeugniswert für die lokale Erinnerungskultur hervor: Das Denkmal steht vor dem seit 1928 als Rathaus genutzten Neuen Schloss und erinnert daran, wie einschneidend beide Weltkriege auch für eine badische Landgemeinde waren. Zugleich ist die Brunnenform innerhalb der üblichen Gefallenendenkmäler bemerkenswert – sie integriert das Gedenken in einen kommunalen und alltäglichen öffentlichen Raum. (wikipedia)

Ort:Hemsbach an der Bergstraße, Rhein-Neckar-KreisJahr:1928Künstler:Entwurf: Oberbaurat Dr. SchmiederFotografie:Gustavo Alàbiso

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