Es wurde 1932 von dem Bildhauer Hugo Knittel (Freiburg) im Auftrag des Militärvereins Todtnau auf dem Brandfelsen errichtet. An der Finanzierung beteiligten sich auch etliche im Ausland zu Wohlstand gekommene Auswanderer aus Todtnau. Auf einem polygonalen Sockel mit eingetieftem Eisernen Kreuz ragt ein gigantisches, 16 Meter hohes Schwert in die Höhe. Es ist als Drohkulisse gen Westen, nach Frankreich (dem „Erzfeind“) ausgerichtet. Der Sockel ist der Knauf des Griffes des Schwerts. In den Griff sind die Namen der Gefallenen aller zu Todtnau gehörenden Ortschaften eingemeißelt.

Natürlich bekamen nun diejenigen Oberwasser, die politisch auf Linie waren und deren Stil in der Vergangenheit keinerlei moderne Tendenzen aufgewiesen hatte, die also nicht als „entartet“ galten – aber selbstverständlich nur diejenigen. Die ich als „Arier“ ausweisen konnte und die als zuverlässige Mitglieder der „Volksgemeinschaft“ angesehen wurden. In vielen Fällen allerdings konnte die künstlerische Qualität der angebotenen Arbeiten nicht überzeugen.
Der Bildhauer Hugo Knittel erklärte am 8.9. 1933. als ein Vorschlag für ein Schlageier-Denkmal kritisiert wurde: „Diese bzw. ähnliche Bitternisse erlebte ich jahrelang unter dem Novembersystem (Kampfbegriff der Gegner der Weimarer Republik).“
So urteilte Sammlungsdirektor Werner Noack skeptisch, nachdem er im Atelier des für sich selbst als treuen Mitkämpfer des Führers werbenden Bildhauers Hugo Knittel, eine Hindenburg- und eine Schlageter-Büste besichtigt hatte: „Für irgendwelche städtischen Repräsentationsräume kommen diese Büsten […] überhaupt nicht in Betracht.“ Die Stadtverwaltung ließ ich schließlich doch erweichen und erstand die überlebensgroße Hindenburg-Büste für den weit heruntergehandelten Betrag von 500 RM, um sie im Vestibül der nach dem Reichspräsidenten benannten Schule aufzuteilen. Laut Berichterstattung in der „Freiburger Zeitung“ wurde der Ehrenplatz der Büste […] so gewählt, dass sie im dauernden Lorbeerschmuck der ein- und ausgehenden Jugend zum Lebenssymbol werden kann. (Auszug aus „Freiburg im Nationalsozialismus: Eine Stadt gibt sich ein braunes Gesicht“ von Ute Scherb).