Liebichs Adler in Laufenburg

Das sichtbare Gefallenendenkmal einer Felspyramide mit bekrönendem Adler wurde auf Wunsch von Mary Codman durch den Bildhauer und Maler Curt Liebich. Es erhebt sich über einem natürlichen Felsvorsprung über dem Ufer des Rheins. Der Fels wurde mit einer auf die Rheinbrücke hin ausgerichteten Widmungsinschrift an die Toten des Ersten Weltkriegs versehen. Die bekrönende Adlerfigur wurde von der WMF in Geislingen gegossen. Die Codman-Anlage ist damit ein wichtiges Zeugnis der Stadtgestaltung und Gartenkunst in der Zwischenkriegszeit sowie der Stadtgeschichte Laufenburgs. (wikipedia.org: Liste der Kulturdenkmale in Laufenburg (Baden)).

Foto für das Publikationsprojekt „IN STEIN GEMEISSELT“ über die Gefallenendenkmäler des Ersten Weltkriegs in Baden‑Württemberg.

Damit der Adler auf dem Kriegerfelsen nicht vom Sockel fällt, soll er vorübergehend mit Gurten gesichert werden. Notwendig wird die Maßnahme, da sich im Zuge der Sanierung der Geländer bei einer Begutachtung vor Ort, massive Schäden in den Beinen, Fängen und am Sockel der Bronzeskulptur zeigten. 

Dem Laufenburger Adler droht der Absturz – Beim Denkmal auf dem Kriegerfelsen wurden massive Schäden an Beinen und Schwingen festgestellt. 

Vor allem an den Beinen und den Fängen sowie im Sockel des Adlers wurden Risse dokumentiert, die auf Korrosionsschäden zurückzuführen sind. Sebastian Schume vom Bauamt erklärte auf Nachfrage, dass der unter Denkmalschutz stehende Adler zunächst mit Ringgurten abgesichert werden soll. Wie genau die Sanierung dann vonstatten gehen wird, liege in den Händen von Fachplanern für Statik und Denkmalschutz, erklärte Schume. Denn neben der Statik gilt es auch, die denkmalrelevanten Aspekte bei der weiteren Planung zu berücksichtigen.  (Von Charlotte Fröse – Südkurier, 20.09.2022)

Ort:Laufenburg (Baden), Landkreis WaldshutJahr:1928Künstler:Curt Liebich (1868–1937)Fotografie:Walter Biselli

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