Die Lourdesgrotte in Taldorf

Sehr spärlich sind die Akten zum Bau der Lourdesgrotte und zur Errichtung des Kriegerdenkmals. Aus einem Schreiben von Baurat Pohlhammer, Stuttgart, vom 19.12.1919 geht hervor, dass Pfarrer Gfrörer die Idee hatte, eine Lourdesgrotte in Verbindung mit dem Kriegerdenkmal zur Erinnerung an die gefallenen Krieger aus dem 1. Weltkrieg zu errichten. 

Foto für das Publikationsprojekt „IN STEIN GEMEISSELT“ über die Gefallenendenkmäler des Ersten Weltkriegs in Baden‑Württemberg.

Pohlhammer hatte an einen Ehrenfriedhof mit Grabkreuzen an der Nordseite des Kirchenschiffes gedacht und dafür auch einige Skizzen vorgelegt. Für die weitere Gestaltung liegt kein Plan vor. Nur zwei Rechnungen sind bei den Akten: eine von Bauermeister Aicher, Dürnast, über die Erweiterung des Friedhofes und die Außenmauer der Lourdesgrotte, die zweite von der Firma Bruder, Bau- und Grabsteingeschäft Tettnang, über die Tropfsteine, 2 große und 23 kleine Granittafeln aus dem Jahre 1921.

Nach der ersten Feierstunde kam dann in der Wirtschaft Schropp auch der Humor zur Geltung, so der Bericht der Schwäbischen Zeitung.

Im Jahre 1951 wurde das neue Denkmal, in der Mitte das Kreuz der Erlösung, rechts und links die beiden Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen und Vermissten, aufgestellt. Am 18. Mai 1951 versammelte die Gemeinde sich zur Einweihung am Kriegerdenkmal. Pfarrer Petrus Feger hielt die Gedächtnisprädigt. „Die Gefallenen mahnen: Vergesst uns nicht, pflegt die Liebe und nicht den Hass, vergesst nicht die Ewigkeit.“ Auch Bürgermeister Strobel gedachte mit markanten Worten der Gefallenen. Musikapelle und Kirchenchor begleiteten die Feierstunde. (Aus „Lourdesgrotte und Kriegerdenkmal“ von Georg Spohn)

Ort:Taldorf, Stadt Ravensburg, Landkreis RavensburgJahr:1920 circaKünstler:UnbekanntFotografie:Stefan Jehle

Unterstützen Sie dieses Projekt!

Jetzt fördern