In Uhlbach, wo Karl August Donndorf schon vor Jahrzehnten das Grabmal der Familie Benger gestaltet hatte, stehen wohlgepflegt seine schönsten Nachkriegswerke: das Kriegerdenkmal vor der Andreaskirche von 1929 und der Josua-und-Kaleb-Brunnen von 1927. Das Gefallenendenkmal zeigt einen gefallenen Krieger mit zerbrochenem Schwert, der auf einer gewölbten Steinbasis liegt, welche die Erdkugel symbolisiert.

Als Zeichen der Verunsicherung in der neuen Zeit darf man den Austritt aus der Loge 1924 und den Übertritt von der Landeskirche zur Christengemeinschaft 1927 werten.
Anna Donndorf war keine ängstliche Natur, aber angesichts des wachsenden Stimmenanteils der NSDAP nahm sie mit ihrer Familie wahr, dass wegen ihrer jüdischen Herkunft Nachteile bevorstanden.
1933 wurde Donndorf aus der Reichskammer der bildenden Künste ausgeschlossen, was ab sofort Ausstellungsverbot bedeutete.
Bei der Stuttgarter Ausstellung „Schwäbisches Kulturschaffen der Gegenwart“ war er nicht vertreten. Arbeiten konnte er in seinem Privathaus weiterhin. 1935 schuf er das Relief für das Hegelhaus in der Eberhardstraße, 1939 portraitierte er Nelly Kellermann. Es hat den Anschein, dass sich der äußere Druck in Grenzen hielt, da Anna durch ihre Ehe nicht zu den unmittelbar Bedrohten gehörte und, wie die Zeitzeugin Ingeborg Leuchs in dem Film über Käthe Löwenthal andeutet, wegen ihrer ursprünglich österreichischen Papiere für eine „Halbjüdin“ gehalten wurde. Die psychische Belastung für die ganze Familie war dennoch groß. Ingeborg Leuchs berichtet in dem genannten Bild- und Tondokument über den Rückhalt, den Käthe Löwenthal bei Karl und Anna Donndorf hatte. Diese konnten ihr helfen, als sie ab 1934 nicht mehr im städtischen Atelier arbeiten durfte, rieten ihr aber, die Fluchtmöglichkeit in die Schweiz zu nutzen. Als die begabte Malerin 1942 deportiert wurde, lebte Donndorf, ihr „stiller Helfer“, nicht mehr. (Auszug aus „Biografien: Karl August Donndorf“, Landesarchiv Baden-Württemberg)